Ein Vision-System gilt nicht als zuverlässig, nur weil es einige Musterteile korrekt erkennt. Für den Einsatz in der Produktion muss nachvollziehbar geprüft werden, ob Messwerte und Gut-/Schlecht-Entscheidungen unter definierten Bedingungen wiederholbar sind.
THOP plant und begleitet die Abnahme industrieller Bildverarbeitungssysteme. Abhängig von der Prüfaufgabe führen wir Messsystemanalysen oder geeignete attributive Fähigkeitsnachweise durch. Die Ergebnisse werden transparent ausgewertet und dokumentiert.
Eine Messsystemanalyse ist sinnvoll, wenn Ergebnisse des Vision-Systems für Qualitätsentscheidungen, Prozessfreigaben oder die automatische Ausschleusung von Bauteilen verwendet werden. Sie zeigt, ob eine beobachtete Abweichung tatsächlich vom Produkt stammt oder durch Kamera, Beleuchtung, Teilepositionierung, Auswertealgorithmus beziehungsweise andere Einflüsse des Prüfsystems verursacht wird.
Das System liefert einen numerischen Messwert – etwa für Länge, Durchmesser, Abstand oder Position. Wir prüfen, wie stark dieser Wert bei Wiederholungen streut, ob eine systematische Abweichung vorliegt und wie robust die Messung unter realen Produktionsbedingungen bleibt.
Das System liefert keinen Zahlenwert, sondern eine Entscheidung – zum Beispiel Gut/Schlecht, i.O./n.i.O. oder erkannt/nicht erkannt. Entscheidend ist, ob es reale Gutteile, Schlechtteile und kritische Grenzmuster zuverlässig und wiederholbar auseinanderhält.
Cg/Cgk, %GRR und Kappa sind praxisübliche Richtwerte. Die tatsächlichen Akzeptanzgrenzen legen wir gemeinsam mit Ihnen je nach Norm, Kunde und Prüfaufgabe fest.
THOP kann nicht nur neu entwickelte THOP-Systeme untersuchen. Nach Abstimmung der technischen Voraussetzungen unterstützen wir auch bei der Bewertung bestehender Vision-Systeme, beispielsweise nach Umbauten, Produktwechseln, Softwareanpassungen oder bei wiederkehrenden Problemen in der Produktion. Dabei kann es sich um kundenspezifische Lösungen oder Systeme etablierter Hersteller handeln.
Geeignete Referenzteile und klare Qualitätskriterien. Wenn die Definition von Gut und Schlecht selbst noch nicht eindeutig ist, erarbeiten wir zunächst gemeinsam eine belastbare Entscheidungsgrundlage.
Nein. Wir dokumentieren die Leistungsfähigkeit Ihres Vision-Systems im vereinbarten Anwendungs- und Prüfkontext. Für eine akkreditierte Kalibrierung oder unabhängige Zertifizierung ziehen wir bei Bedarf eine entsprechend zugelassene Stelle hinzu.
Das hängt davon ab, ob das System numerische Messwerte oder attributive Gut-/Schlecht-Entscheidungen liefert. THOP legt das geeignete Vorgehen anhand der Prüfaufgabe und der Kundenanforderungen fest.
Ja. Teile nahe der Entscheidungsgrenze sind besonders wichtig, um die Robustheit der Klassifikation unter realistischen Bedingungen zu beurteilen.
Ja, sofern Systemzugang, geeignete Referenzteile und ausreichende Informationen über die Prüfaufgabe verfügbar sind.
Die Machbarkeitsstudie enthält technische Wiederholversuche, ist aber noch keine vollständige Abnahme des späteren Produktionssystems. Eine formale Messsystemanalyse wird separat geplant und am definierten System durchgeführt.
Nein. THOP führt anwendungsbezogene Untersuchungen und dokumentierte Systemabnahmen durch. Falls eine akkreditierte Kalibrierung oder unabhängige Zertifizierung erforderlich ist, muss diese durch eine entsprechend zugelassene Stelle erfolgen.